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1. Bundesliga Herren: „Mann über Bord“ und „Neuer Mann an Bord“ bei den MFBC Löwen Leipzig

Nach wie vor ist die Formierung des finalen Löwen-Kaders noch nicht abgeschlossen und es tut sich weiterhin einiges in den Reihen des amtierenden deutschen Vize-Meisters. Noch ist es nicht möglich, in Deutschland beim Floorball-Sport sein täglich Brot zu verdienen und man muss sich den beruflichen Anforderungen fügen. So trifft es auch Jung-Stürmer Eric-Jörg Kindler, der die Löwen-Reihen verlassen muss und bislang noch nicht weiß, ob er überhaupt dem Sport rund um den schnellen Lochball weiterhin nachgehen kann. Einem Abgang folgt jedoch meist ein Neuzugang und so durften die Leipziger Löwen den Heidenauer Philip Schramm bereits seit Beginn der Trainingsvorbereitungen unter David Makin im Team begrüßen.

Wie das Unihockey-Portal bereits vor einigen Wochen berichtete, soll Eric Kindler für die kommende Saison beim Zweitligisten des USV Halle auflaufen. Nach persönlicher Rücksprache mit dem Jung- Stürmer wusste dieser selbst noch gar nichts von diesem Unterfangen und stellte seine Floorball-Zukunft nach wie vor unter einen ungewissen Stern. Vergangene Woche meldete sich Kindler bei den Verantwortlichen des MFBC und musste mit Bedauern verkünden, dass ihm ein Trainieren und das Spielen bei den Leipziger Löwen aus beruflichen Gründen nicht mehr möglich sind. „Ich habe meine Ausbildung zum Schwimm- und Bademeister erfolgreich abgeschlossen und habe nun einen neuen Arbeitgeber. Das Arbeiten in Schichten sowie der Wochenenddienst geben mir nur schwer Freiraum für den Sport.“, erklärt Kindler seinen Abgang und bedankt sich gleichzeitig bei den Löwen für die gemeinsame Zeit. Eine Aussage, ob es der eigentliche Hallenser schafft, wenigstens in der 2. Bundesliga für den USV Halle aufzulaufen, liegt dem MFBC derzeit nicht vor. Das Team und der Verein wünschen Eric alles Gute und hoffen, dass ihm ein Arrangement von Beruf und Sport demnächst wieder möglich ist.

Neu-Trainer David Makin, welcher zuletzt für den UHC Döbeln aktiv war, möchte Nachwuchsspielern die beste Möglichkeit geben, sich spielerisch weiterzuentwickeln. Somit zog es den erst 17-jährigen Heidenauer Philip Schramm ebenfalls vom UHC Döbeln zu den MFBC Löwen Leipzig. Nachdem der UHC Döbeln Philip bat, beim jetzigen Zweitligisten von seiner Erstlizenz Gebrauch zu machen und bei Leipzig nur mit einer Zweitlizenz aufzulaufen, fand man keinerlei Übereinkommen, so dass „Schrammi“ sich gänzlich für den deutschen Vize-Meister entschied. Der bei den Unihockey Igels Dresden in der U15 und U17 „groß“ gewordene Verteidiger setzte seinen Weg für zwei Jahre in der Regionalliga und 1. Bundesliga des UHC Döbeln fort. Gerade einmal vier Jahre am Floorball-Stock und bereits im Kader der U19-Herren-Nationalmannschaft bereut Philip seinen Wechsel nicht: „Ich habe mich zwar noch nicht ganz eingelebt, aber ich wurde sehr gut aufgenommen. Ich kannte das Team bislang nur als Gegenspieler und da betrachtet man sie nicht gerade als Freunde. Trotz noch nicht vieler Stationen kann ich aber sagen, dass es das bislang beste Team ist, in dem ich bis jetzt gespielt habe. Dennoch möchte ich dem UHC Döbeln für die schöne Zeit danken und werde diese in guter Erinnerung behalten.“, beschreibt Schramm den nun erfolgten Transfer.

Alt- und Neu-Trainer David Makin schätzt an Philip vielerlei Dinge: „Philip hat sich in der Zeit, in der ich ihn bereits als Trainer kennen lernen durfte, als talentierter und sehr ehrgeiziger Spieler präsentiert. Als unscheinbare Person traut man ihm zunächst wenig zu. Dennoch hatte er sich im Laufe eines Jahres beim UHC Döbeln zum Stammspieler gemausert und einen sehr guten Job gemacht. Das hat er, so denke ich, besonders seinem gesunden Ehrgeiz und seinem Wissensdurst zu verdanken. Philip gibt sich grundsätzlich nicht schnell zufrieden und arbeitet stets an seinen Fähigkeiten. Er verkörpert einen vielseitigen Verteidiger, der sich dem Spielsystem entsprechend gut einfügt und auch mit offensiven Aktionen für Druck im Spiel sorgen kann. Da er mit den ihm gestellten Aufgaben wächst, siehe auch sein Engagement in der U19-Nationalmannschaft, wird er sich bestimmt auch beim MFBC seine Chancen erarbeiten und eine Bereicherung für die Mannschaft sein. Ich erwarte von ihm, dass er in gewohnter Weise alles daran setzt, sich einen Stammplatz zu erkämpfen und er seine Kommunikationsbereitschaft auf dem Spielfeld verbessert. Aber das wird sicher nach und nach der Fall sein, sobald er sich gänzlich ins Team integriert fühlt – was meiner Meinung nach bereits der Fall ist.“.

Philip kann sich den Worten des Trainers nur anschließen und möchte sich seinen Platz in der Mannschaft erarbeiten sowie nach dem Titel des Deutschen Meisters schielen. Der MFBC heißt Philip an Bord der Löwen nun offiziell herzlich willkommen.

(JT)

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