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News aus dem MFBC-Lager

(JT) Nach dem 9:0‐Sieg (4:0; 2:0; 3:0) der MFBC Wikinger Grimma gegen die Vereinskolleginnen des MFBC Löwen
Ladies Leipzig und dem erwarteten Sieg des UHC Sparkasse Weißenfels gegen den SSV Heidenau steht fest, dass das Finale um die Deutsche Meisterschaft erneut zwischen den Muldestädterinnen und Anhaltinerinnen ausgetragen wird. Noch jeweils eine Vorrundenpartie sowie das mögliche Aufeinandertreffen im Pokal gilt es zu bestreiten, bevor man am Sonntag, den 20.03.2011, um 14.00 Uhr, in der Muldentalhalle Grimma das letzte Spiel der Hauptrunde gegen Weißenfels als Generalprobe austragen wird. Bleiben beide Teams bis dahin siegreich, entscheidet der Sieg in dieser Partie darüber, welche Mannschaft im Finale zuerst auswärts antreten muss und im Falle eines dritten Entscheidungsspiels das Heimrecht genießt.

Es berichtet Ralf Kühne:
Am vergangenen Sonntag hatten die Wikingerinnen wie erwartet wenig Mühe, im stallinternen Duell den MFBC Löwen Ladies Leipzig in die Schranken zu weisen. Auch wenn Trainer Ralf Kühne krankheitsbedingt auf Kapitän und Nationalspielerin Juliane Hoffmann, auf die Ex‐Nationalspielerinnen Ulrike Müller und Antje Schmidt sowie auf Nachwuchstalent Laura Naumann verzichten musste, merkte man dies dem Spiel der Wikingerinnen nicht an.
Das war die Möglichkeit für die zweite Garde, um Elke Blöhbaum und Mariana Döring, sich für weitere Aufgaben zu empfehlen. Beide taten dies wie auch die Reserve Bianca Lucker und Lisa‐Marie Hahn nachhaltig.
Entgegen den beiden letzten Begegnungen, in denen sich die Muldestädter gegen die Ladies über zwei Drittel stets schwer taten, die vielen Chancen im Netz unterzubringen und erst im letzten Drittel die eigene physische Stärken ausspielten, begann man dieses Mal souverän. Eine konzentrierte Leistung mit vielen Abschlüssen führte in der 2. Minute durch Fanny Gatzke zum 1:0. In regelmäßigen Abständen folgten die Tore zwei bis vier, wobei sich hier Vize‐Kapitän Sonja Dietel mit zwei Treffern hervor tat und auch das Überzahlspiel überzeugte.
Das Mitteldrittel war erneut geprägt von hektischen Aktionen des Heimteams, ohne dass hierzu Veranlassung bestand. Es wurde weniger gespielt, sondern erneut viel mit dem Ball gelaufen und zu riskante und wenig vorbereitete Querpässe gespielt, die man eigentlich vermeiden wollte. Lediglich Anne‐Marie Mietz und Jennifer Thomas gelangen durch je einen Sololauf zwei weitere Tore.
Konzentriert, aber mit Abschlussschwäche, hantierte man im dritten Drittel. Schön war zu sehen, dass die Spannkraft bis zum Schluss hielt und man nach dem 7. Treffer in den Schlussminuten innerhalb von sieben Sekunden zu weiteren zwei Toren kam. Beide Tore waren wieder sehr gut herausgespielt, wobei diese Aktionen mit den entsprechenden Übungen im Training geübt wurden. Der MFBC Löwen Ladies Leipzig war letztendlich mehr ein Aufbaugegner als ein ernst zu nehmender Konkurrent. Nur ab und zu blitzte mal die noch vorhandene Klasse der Leipzigerinnen auf, ohne dass es allerdings zu einem Torerfolg reichte. Dies war auch ein Ergebnis zweier souveräner Torhüterleistungen auf Grimmaer Seite: Im letzten Drittel setzte Kühne, nach der bereits zu Null haltenden Daniela Thomas, Nachwuchstalent Maria Lipfert nach langer Verletzungspause wieder ein und konnte ebenfalls eine positive Weiterentwicklung konstatieren. Auch sie zeigte eine sehr ansprechende und souveräne Leistung, die auf mehr in der Zukunft hoffen lässt. Auch auf Gästeseite war mit Claudia Mende eine Torfrau beste Spielerin, die eine noch höhere Niederlage durch gute Paraden verhinderte.

Für die Leipzigerinnen kommt es jetzt darauf an, sich auf die entscheidenden Spiele um Platz 3 gegen den SSV Heidenau vorzubereiten. Im Pokal zeigte man, dass man durchaus mit Heidenau mithalten kann. Ralf Kühne, auch Präsident des Mitteldeutschen Floorballclubs (MFBC), hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass man nicht nur um die Deutsche Meisterschaft mitspielen wird, sondern mit den Löwen Ladies auch noch eine Bronzemedaille erringen kann.

MFBC Wikinger Grimma: Daniela Thomas [T], Maria Lipfert [T], Fanny Gatzke (1 Tor/2 Assists), Franziska Stöckel (1/0), Susanne Straßburger (0/1), Elke Blöhbaum (1/0), Mariana Döring (0/2), Sonja Dietel [C] (2/1), Bianca Lucker, Susann Schiller, Lisa‐Marie Hahn, Stefanie Reinhardt, Anne‐Marie Mietz (3/1), Jennifer Thomas (1/0) MFBC Löwen Ladies Leipzig: Claudia Mende [T], Romy Manteufel, Corinna Müller, Sabrina Wohlrab [C] (0 Tore/0 Assists/1 x 2 Strafminuten), Daniela Kolbe, Ira Fochtmann, Lisa Glaß, Stefanie Eilert, Melanie Terei, Johanna Kauschke, Alexandra Nickel, Antje Langlotz

1. Floorball‐Bundesliga Herren: Großer Kampf des MFBC Löwen Leipzig leider nicht belohnt – 7:5‐Niederlage (1:1; 2:2; 4:2) gegen Weißenfels im Prestige‐Duell
(JT) Am vergangenen Sonntag standen sich im letzten Spiel der regulären Saison die beiden Vorjahresfinalisten in Weißenfels gegenüber. Eine ungewöhnlich ruhige Partie erlebten die Zuschauer des sonst emotionsgeladenen Duells der Dauerrivalen. Doch dieses Mal schien die Ausgangslage deutlicher als je zuvor: Der Vize‐Meister vom MFBC musste im Pokalviertelfinale gegen den Zweitligisten aus Döbeln zuletzt einen herben 5:6‐Rückschlag wegstecken, während dessen die Bänker im neuen Kalenderjahr alle Spiele gewannen und somit als klarer Favorit in die Partie gingen. Das Spiel jedoch gestaltete sich von Beginn an als offener Schlagabtausch auf Augenhöhe. Die Leipziger behielten den Fokus klar auf dem Spielgeschehen und zeigten so nach langer Zeit wieder die lang  vermisste Stärke des Löwenrudels. Dies gilt es nun in die bevorstehende Meisterrunde mitzunehmen, um sich so den Einzug in die Playoffs zu sichern.

Es berichtet Tim Hoidis:
Die Löwen versteckten sich keinesfalls und mischten im ersten Abschnitt munter mit. Beide Teams erarbeiteten sich eine Vielzahl an hochkarätigen Chancen und nach fünf Minuten wusste der Meister zuerst eine davon nach einem Fehlabspiel der Löwen zum 1:0 zu nutzen. Sichtlich unbeeindruckt agierten die Leipziger weiter voll am Limit und setzten die meisten Vorgaben des Trainers mustergültig um. Logische Konsequenz war der Treffer zum 1:1 durch Routinier Christian Fritsche, der am Ende verdient zum besten Spieler ausgezeichnet wurde. Eine anschließende Unterzahlsituation konnte schadlos überstanden werden, so dass ein achtbares Unentschieden mit in die Kabinen genommen wurde.

Nach dem erneuten Rückstand zu Beginn des zweiten Abschnitts spielten dann die Löwen ihrerseits in Überzahl. Danny Weißwange schoss aus spitzem Winkel zum 2:2 ein und bei den Gästen keimte wieder Hoffnung auf einen Sieg im Spitzenspiel. Auch der dritte Rückstand im Spiel brachte die Löwen nicht aus der Fassung. Weiterhin bot man dem Favoriten die Stirn und kämpfte um jeden Ball und Meter. Schließlich bescherte Matthias Böthgen mit einem Kraftakt in Form eines Sololaufes aus der eigenen Hälfte das 3:3 in der 38. Spielminute.
Und zum ersten Mal an diesem Nachmittag konnten sich die Gastgeber ein klares Chancenplus herausspielen, welches sich leider sofort auf dem Papier niederschlug. Drei Gegentore in fünf Minuten begruben die Leipziger Hoffnungen auf drei Punkte. Zwar mobilisierten die Löwen noch einmal alle Kräfte und kamen noch einmal auf 4:6 heran, aber sechs Minuten vor Schluss stellten die Saalestädter den Drei‐Tore‐Vorsprung wieder her.
Ein letztes Aufbäumen brachte noch einmal den fünften Treffer für tapfer kämpfende Leipziger Löwen ein, doch am Spielausgang sollte dies nichts mehr ändern.

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