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Niederlage für Uni-Riesen Leipzig in Langen

Diese Niederlage ging durch den Magen. Die halbe Mannschaft der Uni-Riesen Leipzig trat am Samstag beim TV Langen mit Magenproblemen an; Eric Vierneisel war zwar mitgereist, konnte aber gar nicht auflaufen. Auch Ersatz-Center Kwame Duku war nur eingeschränkt einsatzfähig – was doppelt bitter war, weil bereits Center Jaroslav Tyrna mit Angina zu Hause bleiben musste. Zwischenzeitlich gerieten die Riesen so mit 26 Punkten in Rückstand und konnten die Niederlage am Ende nicht verhindern. Zunächst konnten die Riesen noch Akzente setzen, gingen mit bis zu sechs Punkten in Führung (1:7) und konnten diese auch zur Viertelmitte noch verteidigen. Doch bald darauf machte sich das Fehlen eines Centers stärker bemerkbar: die Defense der Riesen bekam mehr und mehr Lücken, sodass die Gastgeber häufiger trafen und die Führung übernehmen konnten. Mit 26:20 hielt sich diese aber noch in Grenzen.

„Am Anfang haben wir schnelle Abschlüsse gespielt. Das ging noch ganz gut, weil wir auf den kleinen Positionen ganz gut besetzt waren“, bestätigte Coach Martin Scholz: „Uns war aber klar, dass wir das nicht lange durchhalten können, weil wir das sonst später teuer bezahlen würden.“ Im zweiten Viertel war es vor allem Langens Martinis Woody, dessen Form nun steil anstieg und der vierzehn der zwanzig Langener Punkte dieses Viertels beisteuerte. Immerhin gelang es den Riesen einigermaßen mitzuhalten, sodass der Rückstand zur Halbzeitpause zehn Punkte betrug (46:36). Im dritten Viertel aber wurde schnell klar, dass die Riesen keine Reserven mehr hatten, mit denen sie das Spiel noch hätten drehen können. Langen eröffnete mit einer zehn-Punkte-Serie, den Riesen gelangen im ganzen Viertel nur zwei erfolgreiche Korbwürfe aus dem Spielverlauf. Dazu kamen zwei Freiwürfe – aber mehr als diese mageren sechs Punkte waren für die Riesen nicht drin. „Langen hat das auch sehr clever ausgespielt“, lobte Coach Scholz den Gegner. „Innen hatten wir ohne Jaro, Kwame und Eric ohnehin nicht viel zu melden. Und dann haben sie es auch noch geschafft, nach außen zu passen und von dort gut zu treffen.“

Im letzten Viertel erhöhte Langen den Vorsprung auf 26 Punkte, schaltete dann aber einen Gang zurück. So konnten die arg geschwächten Riesen immerhin noch ein paar Punkte machen und den Rückstand insgesamt um acht Punkte verkürzen. Die 73:58-Niederlage schmerzt zwar, aber Coach Scholz hat immerhin vollen Einsatz seines Teams gesehen. „Wir haben uns hier nicht abschlachten lassen, obwohl das hätte passieren können. Denn wenn man so geschwächt ist, dann kann man ganz schnell auch haushoch verlieren. Aber alle Spieler haben sich komplett reingehangen, um das zu verhindern.“ Damit gelang es den Riesen immerhin, den direkten Vergleich zu holen. Gegen die 15-Punkte-Niederlage am Samstag steht der 18-Punkte-Sieg der Riesen aus dem Hinspiel im Oktober. „Das kann nach hinten raus nochmal wichtig werden“, befand Scholz.

TV Langen: Pruett (5), Barth (5), Alte (4), Bölke (3), Schneider (5), Beck (12), Kennedy (6), Nicolay (9), Quarshie (2), Woody (22).

Uni-Riesen Leipzig: Flores (21), Ackermann, Heinrich (11), Hohlfeld (2), Schmidt (10), Macevicius (5), Spalke (7), Duku (2).

 

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