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Playoffs 1. Floorball-Bundesliga Damen: Ein Sieg muss her für die Wikingerinnen!

In der „Best of three“-Finalserie der 1. Floorball-Bundesliga der Damen stehen nun auch die Wikingerinnen mit dem Rücken zur Wand. Nach der heimischen 1:5-Niederlage gegen die Dauerrivalinnen aus Weißenfels liegt man nun 0:1 zurück und hat im zweiten Aufeinandertreffen lediglich mit einem Sieg die Chance, ein drittes Entscheidungsspiel zu erzwingen und somit die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft um eine weitere Woche zu verschieben. Die MFBC-Damen benötigen daher am bevorstehenden Samstag, den 14.04.2012, um 18.30 Uhr auswärts in der Sporthalle West in Weißenfels (Thomas-Müntzer-Str. 17) lautstarke Unterstützung sowie den richtigen Torriecher.

„In der Finalserie muss man von Spiel zu Spiel denken. Muss man negative Erlebnisse abhaken und sich wieder neu auf das nächste Match einstimmen. Die MFBC-Herren sind nach zwei Heimniederlagen wieder auferstanden und erreichten im Halbfinale das Entscheidungsmatch, was man erst im Sudden Death verlor.“, stimmt sich Grimmas Coach Ralf Kühne bereits auf die bevorstehende Partie am Samstag ein. Für die Wikingerinnen steht es Spitz auf Knopf, denn die Titelverteidigerinnen aus dem Anhaltinischen haben sich im ersten Finalspiel nicht nur für die 6:0-Klatsche im letzten Vorrundenmatch eindrucksvoll revanchiert, sondern dabei abgeklärt und souverän ihre Torchancen genutzt. Auch wenn man viel mehr auf das Tor von Nationalspielerin Nancy Gatzsch schießen kann, muss man vor allem in dessen Maschen treffen. Was nützen dabei die vielen Abschlüsse und Metalltreffer? Am Ende zählen die Tore und da stand es 1:5 für den UHC Sparkasse Weißenfels.

Bereits im Vorfeld hatte Headcoach Kühne die Saalestädterinnen zum Favoriten erklärt, denn mit ihrer Ballsicherheit und dem direkten Zug zum Tor sind sie den Grimmaerinnen etwas voraus. Seit Jahren spielen die Weißenfelserinnen zusammen, die Laufwege stehen fest, der Ball rollt durch die Reihen und deren Topscorerinnen Pauline Baumgarten und Franziska Liebing treffen. Dazu ersetzt Laura Neumann die etwas schwächelnde Frontfrau und Kapitänin Magdalena Tauchlitz als Spiellenkerin. Die Wikingerinnen stemmten sich mit Leidenschaft und Laufbereitschaft dagegen. Dabei zeigten vor allem die routinierten Damen Silke Unger, Juliane Hoffmann und Sophie Kühne, wie wichtig sie für das junge Grimmaer Team sind. Den Ausfall der auslandserfahrenen Fanny Gatzke konnte das Trainergespann Kühne und Marcus Linke nicht ersetzen. Und Gatzke fällt auch am kommenden Samstag aus. Aus beruflichen Gründen ist ebenso der Einsatz von Sturmwirbelwind Ulrike Müller vakant. Krankheitsbedingt muss man bereits auf Mariana Döring verzichten und stehen hinter den Einsätzen von Sophie Kühne und Lisa Glaß ebenso noch Fragezeichen. Gleich mehrfache Gründe, wieso sich die Taktikoberhäupter für das Auflaufen von Unger und Standby-Torfrau Juliane Künzel entschieden. Letztere soll insbesondere als Notfall-Ersatz für Wikinger-Torfrau Daniela Thomas agieren, die bereits die gesamte Saison ohne Vertretung den MFBC-Kasten hütete und im krankheits- oder verletzungsbedingten Ausfall die Maschen der einen oder anderen Feldspielerin überlassen musste. Ein Experiment, was man sich in dieser Hochphase der Saison nicht mehr leisten kann.

Damit sind die Würfel gefallen, es kommt keine Verstärkung hinzu und das Team steht vor einer schweren Auswärtshürde. Aber Trainer Kühne ist optimistisch, denn mit dem Rücken zur Wand sei man immer am stärksten aufgetreten. Die Erkenntnisse des ersten Finalspiels flossen in den Trainingsalltag ein. Und dazu kommt das berühmte Gesetz der Serie, denn es war in den letzten Jahren immer ein drittes Match erforderlich, um den Titelträger zu ermitteln. Dazu müssen sich aber einige Spielerinnen steigern. Gerade die Bundesliga-Topscorerin Anne-Marie Mietz hatte im ersten Spiel wenig Fortune und wird sicherlich darauf brennen, ihre Klasse wieder abzurufen. Auch Mannschaftskapitänin Sonja Dietel hat nach überstandener Prüfungsphase wieder den Kopf frei für Floorball, merkte man ihr doch am vorletzten Sonntag die Anspannung deutlich an. Viele Mosaiksteine müssen also zusammengesetzt werden, um Weißenfels zu bezwingen. Und die Grimmaerinnen sind dabei dieses Bild zusammenzufügen. Wenn am Samstag zur Prime Time um 18.30 Uhr das zweite Match zwischen den Erzrivalinnen angepfiffen wird, dann muss alles passen, um für den 21.04.2012 (13.00 Uhr, Stadthalle Weißenfels) das Entscheidungsspiel zu erzwingen.

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