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SC DHfK Leipzig: Sachsenderby mit Endspielcharakter

Am Samstag müssen die Handballer des SC DHfK Leipzig zum Drittplazierten ESV Lok Pirna. Die Ostsachsen wollen bei dem Duell, für das sie nach Dresden ausweichen, noch eine offene Rechnung begleichen. Das 24. Ligaspiel ist für die DHfKler mit allerlei Brisanz gespickt. Denn mit dem Gegner Lok Pirna trafen beim Hinspiel am 12. Spieltag der neuen 3. Liga Ost nicht nur die beiden einzigen sächsischen Vertreter der Staffel aufeinander, sondern zwei Rivalen, die schon zwei Spielzeiten zuvor ein einschneidendes Erlebnis teilten. In der Saison 2008/2009 standen sich die Kontrahenten am drittletzten Spieltag der Regionalliga-Süd gegenüber und Leipzig wäre mit einem Sieg dem Klassenerhalt einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Zumal der direkte Verfolger Friedberg (damals 14. Platz) gegen das Spitzenteam – und bayerischen Nachbarn – HSC Bad Neustadt (2.) kurioserweise gewann (29:27). Doch Pirna siegte unbeeindruckt gegen den sächsischen Neuling mit 31:26 und die Messestädter rutschten auf einen Abstiegsplatz und mussten schließlich zurück in die Oberliga Sachsen.

Die Verbindungen zogen sich beim anschließenden Wechsel der Torhüter – Galia und Resimius – fort und fanden zum Hinspiel der aktuellen Saison ihren vorläufigen Höhepunkt. Am 12. Spieltag bescherte der SC DHfK seinem Trainer Uwe Jungandreas bei dessen erstem Auftritt für die Grün-Weißen einen Einstand nach Maß. Vor 1300 Zuschauern demontierten die Hausherren den Tabellennachbarn in der ausverkauften Ernst-Grube-Halle mit 35:23 und ließen den ebenfalls ambitionierten Kreisstädtern unter ihrem Trainer Fritz Zenk zu keinem Zeitpunkt den Hauch einer Chance. Das wurmt noch immer und so sinnen die Rot-Schwarzen am Sonntag auf Revanche. Dazu ziehen sie für den erwarteten Zuschaueransturm in die benachbarte Landeshauptstadt (Margon-Arena Dresden, Bodenbacher Straße 154). Für die Leipziger ist es nicht mehr aber auch nicht weniger als ein weiteres Endspiel, mit dem man sich endgültig des dritten Konkurrenten um die Tabellenspitze (Münden 41:7, Leipzig 40:6, Pirna 36:12) entledigen könnte. Bei ihrem Vorhaben werden sie auf rund 200 Anhänger bauen können, die in zahlreichen PKW und drei Bussen anreisen. Diese treffen sich um 14.00 Uhr am Vereinsgelände „Am Sportforum 10“. Restplätze für Kurzentschlossene sind vor Ort am Bus noch zu ergattern.

Die Fans werden eine vollzählige und gut vorbereitete Gastmannschaft erwarten können. Allein Neuzugang Cristian Telehuz wird noch bis zum Saisonfinale nach den Osterfeiertagen geschont. Eric Jacob, der am vergangenen Dienstag seinen 24. Geburtstag feierte, ist nach seiner Bänderdehnung im rechten Fußgelenk, die er sich im Spiel gegen Baunatal zugezogen hat, mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder einsatzfähig. Der andere gebürtige Dresdner im Team, Ulrich Streitenberger, feierte zudem am gestrigen Mittwoch seinen 29. Jahrestag. Für alle Handballanhänger, die das brisante Duell nicht vor Ort verfolgen können, wird das Spiel per Internetradio (unter www.scdhfk-handball.de) und Liveticker (www.lvz-online.de) übertragen. Für das absolute Spitzenspiel am 30.4. gegen die TG Münden in der heimischen Ernst-Grube-Halle laufen die Vorbereitungen indes auf Hochtouren. Der große Andrang bei den Tickets hält an, die Sitzpatzkarten sind bereits ausverkauft. Die restlichen Stehplätze (7 Euro Vollzahler, 5 Euro ermäßigt) sind ab sofort in der Sportfabrik Leipzig (Wittenberger Straße 79) montags bis freitags 9.00-19.00 Uhr sowie samstags 9.00-12.00 Uhr erhältlich.

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