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SG LVB – Geschäftsführer Schöne: „Bin beeindruckt über den Zusammenhalt der Mannschaft!“


Leipzig. Die Handballer der SG LVB haben am Wochenende mit einem 29:27-Sieg gegen die HSG Wolfen die Mitteldeutsche Meisterschaft und den Aufstieg in die dritte Liga perfekt gemacht. Rund um das Erreichen des Saisonziels bezieht SG LVB – Geschäftsführer Jens-Dirk Schöne Stellung zu zehn Themen.

Jens-Dirk Schöne über…

… die Mitteldeutsche Meisterschaft und den Aufstieg in die dritte Liga:

„Wir haben unser Ziel erreicht und sind überglücklich. Dass wir dieses auch noch zwei Spieltage vor Saisonende geschafft haben und dazu noch in eigener Halle, ist umso besser. Einerseits konnten wir mit unseren Zuschauern ordentlich feiern, andererseits haben wir jetzt Planungssicherheit. Wir danken allen Leuten, die in welcher Form auch immer am Erfolg mitgewirkt haben.“

… mögliche Veränderungen im Kader:

„Wir planen mit drei Neuzugängen, Abgänge gibt es ebenso. Von einem Torhüter und einem Rückraumspieler haben wir mündlich Zusagen, dass sie uns verstärken. Details dazu werden rechtzeitig bekannt gegeben. Wir suchen derzeit aber noch nach einem starken Kreisläufer. Im Großen und Ganzen möchten wir aber auf unsere derzeitige Mannschaft bauen, die noch jung ist und daher ein großes Potential hat.“

… das Trainerteam:

„Über die Saison sind auch die Coaches immer weiter zusammen gewachsen. Dabei sind viele Ideen entstanden, wodurch wir vieles noch besser machen konnten. Auch die Erweiterung des Teams durch Fitnesscoach Tobias Froeb war der absolut richtige Schritt. Mit dieser Konstanz möchten wir weiter arbeiten.“

… Fans und Zuschauer:

„Wir haben viele Zuschauer, leider aber noch zu wenige Fans. Diese benötigen wir aber, damit regelmäßig der Funke zwischen den Rängen und der Mannschaft rüberkommt. Emotionen auf beiden Seiten sind gefragt Der harte Kern rund um unsere Trommler von der ersten Reihe machen es vor, auch auswärts.“

… den abgelehnten Einspruch gegen die Wertung des Spiels in Ziegelheim:

„Der aus unserer Sicht berechtige Einspruch wurde vom Verbandsschiedsgericht abgelehnt. Auch wenn die Urteilsbegründung für uns nicht verständlich ist, akzeptieren wir das Urteil. Wir möchten nach dem Erreichen des Saisonziels auf den Aufwand und die Kosten für ein weiteres Verfahren mit einer möglichen Neuansetzung verzichten.“

… Sponsoren:

„Wir sind unseren Partnern zu großem Dank verpflichtet. Sie vertrauen uns, freuen sich mit uns und steigen mit uns jetzt auf. Trotz alledem haben sie uns auch in schlechten Zeiten immer wieder unterstützt. Wir haben sehr großes Glück, diese treue Sponsoren-Basis zu haben und möchten auch weiterhin solide und langfristig zusammenarbeiten.“

… den Mehraufwand in der nächsten Saison:

„Natürlich kommt ein riesiger Batzen Arbeit auf uns zu. Wir müssen organisatorisch und in der öffentlichen Wahrnehmung noch zulegen. Finanziell wird es nicht der riesige Kraftakt im Vergleich zu jetzt werden. Wir arbeiten solide mit unseren derzeitigen Spielern weiter, die praktisch durch die Bank weg die gleiche Aufwandsentschädigung erhalten wie schon in dieser Saison. Bei uns zählt die Perspektive und das Team. Experimente gibt es nicht.“

… den Zusammenhalt des Teams:

„Die Jungs beweisen das immer wieder: Das Team lebt, es ist ein klasse Miteinander. Besonders beeindruckt hat uns, dass die Spieler trotz der Aufstiegsfeier, die bis in den Morgen ging, freiwillig wenige Stunden später beim Myelin-Lauf gemeinsam mit unserer Weltklasse-Kanutin Tina Dietze am Sonntag am Start waren. Und das nahezu vollständig, nur die Verletzten haben gefehlt. Das war einfach super! Übrigens werden wir das tolle Myelin-Projekt auch weiterhin unterstützen.“

… die Saisonvorbereitung:

„Das ist klare Trainersache. Wir werden sicherlich nach Saisonende zwei Wochen Pause machen, ein Trainingslager im Anschluss ist geplant. Auf die Jungs wird eine ordentliche Vorbereitung zukommen, alle werden ordentlich schwitzen müssen. Denn wir müssen ft sein für das nächste Ziel: den Klassenerhalt in der dritten Liga.“

… die Zusammenarbeit zwischen der 1.Mannschaft und den anderen Teams:

„Hier müssen wir noch ansetzen, das Miteinander ausbauen. Einerseits sollte das Interesse unserer Sportler am sportlichen Aushängeschild, der dritten Liga, steigen. Das fängt bei den Kindern und Jugendlichen an, die mit ihren Eltern und Freunden die Spiele in der Brüderstraße besuchen, und hört bei gemeinsamen Veranstaltungen auf. Andererseits muss auch die erste Männermannschaft mehr in die Pflicht genommen werden und in der Abteilung mitarbeiten, schließlich haben die Spieler eine Vorbild- und Idolfunktion. Es ist ein Geben und Nehmen, dass es zu optimieren gilt.“

… die gemeinsam mit dem SC DHfK und dem NHV Concordia Delitzsch 2010 gegründete Handball-Akademie Leipzig/Delitzsch:

„Nachdem wir ein paar Probleme zum Start hatten, kooperieren wir mittlerweile auf einem konstruktiven und angenehmen Level. Es ist eine schwierige Sache, wenn drei Vereine mit teils unterschiedlichen Interessen und sportlichen Zielen zusammen arbeiten. Doch das Projekt ist auf einem sehr guten Weg und wird dem Spitzenhandball in der Region mittel- und langfristig sehr gut tun.“

Martin Glass (Verantwortlicher Öffentlichkeitsarbeit)


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