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SG LVB verstärkt sich mit Pietzsch und Herrmann

Die Oberliga-Handballer der SG LVB haben vor ihrem Heimspiel am Samstag gegen TuS Radis am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle Brüderstraße die beiden Routiniers Alexander Pietzsch (33, Kreis) und Frank Herrmann (32, Torhüter) verpflichtet. Damit reagieren die Blau-Gelben auf die Dauerverletzungen zahlreicher Stammkräfte. Trainer Jens Große standen zuletzt nur neun Feldspieler zur Verfügung. Die LVB-Verantwortlichen ereilte eine Hiobsbotschaft unter der Woche: Rechtsaußen Philipp Grießbach hat sich das Kreuzband gerissen und fällt voraussichtlich bis Saisonende aus. Torhüter Stefan Claus kämpft mit einem Kapselanriss im linken Ringfinger, sodass der vor der Saison aufgrund beruflicher Verpflichtungen in die zweite Mannschaft gewechselte Frank Herrmann bis zu seiner Genesung Ende November für ihn einspringt.

„Wir sind Frank Herrmann sehr dankbar, dass er uns unterstützt. Hier zeigt sich wieder einmal, dass die LVB-Familie zusammenhält. Ebenso gilt unser Dank natürlich Alexander Pietzsch, der wie schon in der Saison 2006/2007 unser Trikot tragen wird“, so Manager Jens-Dirk Schöne. Neben Grießbach und Claus fallen sowohl Mittelmann Richard Wagner (Schulter-OP) als auch Daniel Kunz (Sehnenrisse im Arm) bis Jahresende aus, bei Kreisläufer Marco Steinbeck (Schulter) wird die Genesung voraussichtlich noch länger dauern.

„Aufgrund der Ausfälle ist vor allem die Deckung nicht mehr so stabil wie zu Saisonbeginn. Mit Daniel Kunz und Philipp Grießbach fehlen uns dort zwei unserer wichtigsten Stützen“, erklärt Coach Große. Diese Lücke soll der 1,98 m große und 115 Kilo schwere Alexander Pietzsch als neuer Chef der Deckung lösen. Er erhält einen Vertrag bis Saisonende und hilft wie schon zuvor bei der HG 85 Köthen seinem langjährigen Freund Große in einer Notsituation aus. „LVB hat ein junges ambitioniertes Team mit austrainierten Spielern nebst hohem spielerischem Potential. Auch wenn ich den Altersdurchschnitt erheblich anhebe, freu ich mich sehr auf die Jungs“, so der Neuzugang. „Noch ein drittes Mal helfe ich aber nicht mehr aus“, fügt er augenzwinkernd hinzu. Der Bruder der ehemaligen Handball-Nationalspielerin Nikola Pietzsch bestritt zahlreiche Partien in der ersten und zweiten Bundesliga für den 1.SV Concordia Delitzsch. Nach einer strapaziösen Saisonvorbereitung für die Loberstädter beendete die Insolvenz des Zweitligisten (eigentlich) seine Karriere. Als Gründungsmitglied des neu gegründeten NHV Concordia Delitzsch engagiert er sich seitdem auf anderer Ebene für eine Rückkehr des nordsächsischen Handballs in den professionellen Handballsport. „Dies liegt mir sehr am Herzen und wird es auch weiterhin, unabhängig von meinem Engagement bei der SG LVB“, so Pietzsch. Durch die Freundschaft beider Vereine, vor allem geprägt durch die Kooperation im Jugendbereich, sei die Doppelfunktion keine Hürde.

Martin Glass

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