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SG LVB will am Samstagabend Meisterschaft und Aufstieg in eigener Halle perfekt machen

Leipzig. Die Handballer der SG LVB wollen am Samstag daheim gegen die HSG 2000 Wolfen die Mitteldeutsche Meisterschaft und den Aufstieg perfekt machen. „Nachdem die Mannschaft in der Rückrunde ihre Klasse bewiesen hat, ist nun die dritte Liga klares Ziel“, freut sich Geschäftsführer Jens-Dirk Schöne. Anpfiff ist Samstagabend um 19.30 Uhr in der Sporthalle Brüderstraße. Bei einem Sieg ist eine anschließende Feier mit den Fans geplant.

Mannschaft hat mit Leistung Aufstiegsambitionen untermauert

In der Winterpause hatten sowohl Schöne als auch Coach Jens Große den Aufstieg von der Leistung und Regionalliga-Tauglichkeit der Mannschaft abhängig gemacht. Schließlich würden in der dritten Liga viel schwierigere Kaliber auf die Messestädter warten. Mittlerweile hat sich die Meinung bei den Verantwortlichen geändert: „In der Rückrunde haben wir alle Spiele bis auf Ziegelheim gewonnen, auch gegen Mitfavoriten um die Meisterschaft. Das Team eindrucksvoll bewiesen, dass es das Beste in der Liga ist“, erklärt der SG LVB – Geschäftsführer. Auch die langwierigen Ausfälle von Marco Steinbeck, Krzysztof Zart, Philipp Grießbach, Richard Wagner und Daniel Kunz hätte die Mannschaft mit Bravour kompensiert. Daher sei kein Zweifel mehr an der Drittliga-Tauglichkeit des Teams vorhanden, der Aufstieg gewollt.

Legendäre Erinnerungen an frühere Aufstiege

„Es wäre natürlich klasse, mal wieder eine Meisterschaft daheim zu feiern“, so SG LVB – Geschäftsführer Jens-Dirk Schöne. Die letzte im Jahre 2009 (Sachsen-Oberliga) begossen die Leipziger auswärts in Oschatz nach einem 34:29 beim LRC Mittelsachsen. 2006 wurde man Staffel-Dritter in Sachsen, trat dann aber durch Verzicht von Freiberg und Plauen in der Aufstiegs-Relegation zur Regionalliga Süd an. Damals gewannen die Blau-Gelben nach einer Auswärts-Niederlage daheim das alles entscheidende Spiel gegen HBW Balingen-Weilstetten 2 mit 37:27, waren somit drittklassig.

„Das war ein legendäres Match. In der ersten Halbzeit lagen wir mit fünf oder sechs Toren hinten, doch wir haben das Ruder in der proppevollen Sporthalle Brüderstraße rumgerissen“, weiß Timo Krause. Damals hielt der Torhüter als Joker einen Siebenmeter in der entscheidenden Phase. Mittlerweile spielt der 30-Jährige Familienvater in der Reservemannschaft und ist im Vorstand der Abteilung tätig. Er wird auch am Samstag im Organisationsteam dabei sein.

Revanche für Hinspiel ist fällig

Ein weiterer Ansporn für die Blau-Gelben ist die schmerzliche 31:32-Hinrunden-Niederlage in Wolfen. Die LVB-Handballer sind sich einig: Zweimal gegen das gleiche Team wollen sie nicht verlieren. Die Wolfener werden als Gegner sehr ernst genommen, in der Woche akribisch auf das Spiel hingearbeitet. Am 04.12. vergangenen Jahres erreichte kein Spieler Normalform, der gegnerische Torhüter Yves Schöneboom avancierte zum Helden. Jetzt sinnen die Leipziger auf Wiedergutmachung: „So kurz vor dem Saisonziel sind die Jungs heißer denn je“, beschreibt Trainer Jens Große die Stimmung im Team.

Alexander Pietzsch vom Kreissaal zurück auf die Platte

Zurückgreifen kann der Übungsleiter wieder auf seinen Abwehrchef, der im letzten Spiel in Apolda schon in der Halbzeit in den Kreissaal eilen musste. Mittlerweile kann Abwehrhüne Pietzsch mächtig stolz sein: Sohnemann Lennox kam am Montagvormittag in Eilenburg zur Welt und wiegt 3250 Gramm bei 51 Zentimetern Körperlänge. Der zweifache Vater will seine Teamkollegen am Wochenende trotzdem auf der Platte unterstützen.

Bei Aufstieg Feier im Anschluss an das Spiel

Sollten Pietzsch & Co den Triumph perfekt werden, fände direkt im Anschluss an die Partie im Foyer und VIP-Raum der Brüderstraße eine Aufstiegsfeier statt. Eine Überraschung für die Fans ist vorbereitet, wird aber im Vorfeld noch nicht verraten. „Erst wollen wir als Gewinner vom Platz gehen und die Meisterschaft hieb- und stichfest machen“, warnt Geschäftsführer Schöne vor zu früher Freude.

Das Tor zum Aufstieg ist weit geöffnet. Nur noch 60 harte Minuten trennen die Leipziger vom Saisonziel.

Martin Glass (Verantwortlicher Öffentlichkeitsarbeit)

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