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Sommers Hattrick gegen einen wackeren Sparringspartner

Unter anderem gelang Robert Sommer in der Schlussphase binnen neun Minuten ein lupenreiner Hattrick. „Jeder hat ordentlich an den Ketten gezogen“, resümierte der zur Pause eingewechselte Mittelfeldspieler im LOKruf-TV-Interview. Denn eins war den Lok-Akteuren deutlich anzumerken: Der Kampf um die Stammplätze nimmt vorentscheidende Züge an. „Jeder will spielen, jeder ist heiß auf Aue“, so Sommer. Man merkt, dass es in die heiße Phase geht. Es hat bei jedem Klick gemacht“, verdeutlichte zudem Manuel Starke. Kaum auf ihren Plätzen festgefroren, erlebten die gut 150 kälteschmerzresistenten Zuschauer bei zweistelligen Minusgraden, wie Christian Haufe zur Führung abstaubte, nachdem Hausdorfs Schlussmann Marvin Bauch zuvor noch Manuel Starkes Aufsetzer aus der Drehung aus dem Eck gefischt hatte (2.). Der Ball lief gegen einen wackeren Sparringspartner flüssig, allerdings sündigte der Oberligist in den ersten 45 Minuten allzuhauf mit teilweise klarsten Torchancen. Erst nach einer halben Stunde wuchtete Albrecht Brumme aus vollem Lauf Jens Werners gut getimte Flanke per Kopf zum 2:0 ins Eck. Kurz vor dem Pausentee hob Torsten Jülich einen Pass in den Lauf Rico Englers, der aus 14 Metern Bauch clever überlupfte (43.).

Mit Markus Saalbachs 4:0, der Kunerts Ecke aus Nahdistanz sicher verwandelte, nahm ein weitaus effizienterer Torreigen als noch im ersten Durchgang seinen Anfang. Die Gastgeber standen sehr tief, ihnen ging jedoch mit den voranschreitenden Minuten merklich die Luft aus. Auch wenn Marcus Brodkorb aus drei Metern nicht vollendete (53.), Ralf Schreiber die Stabilität des Innenpfostens testete (55.) und Kevin Adam nach feiner Einzelleistung über die linke Bahn allein vor dem Tor nicht die nötige Kaltschnäuzigkeit bewies (63.). Dies gelang Manuel Starke drei Minuten darauf, indem er Robert Sommers scharfen Querpass einnetzte. Dass der kleine Flügelflitzer nicht nur vorbereiten kann, sondern auch zu vollenden in der Lage ist, demonstrierte er innerhalb von nur neun Minuten. Teil eins war zugleich der bemerkenswerteste, als Sommer einen schönen Volley unhaltbar in die Maschen nagelte, bevor er seinen Hattrick mit zwei weiteren Treffern komplettierte (71., 78.). Zu guter Letzt trug auch noch Alexander Kunert seinen Namen in die Torschützenliste ein. Jubeln durften die Hausdofer dennoch, als Angreifer Tom Gutkneckt kurz vor Schluss der Ehrentreffer vorbehalten blieb. Kapitän Torsten Jülich bilanzierte nach Abpfiff: „Es ist eminent wichtig, weiter Stück für Stück einen gewissen Rhythmus in den Spielformen zu erreichen, auch wenn das Ergebnis gegen einen Gegner aus der Bezirksklasse noch so klar und deutlich ausfällt.“

Jedoch – die Zeit der Kantersiege wird wohl nun beendet sein. Am kommenden Samstag, 30.01., steht um 13.30 Uhr der echte Gradmesser unmittelbar vor dem Rückrundenstart an. Dafür reist der 1. FC Lok zum Härtetest bei Regionalligist ZFC Meuselwitz in die dortige Bluechip-Arena. „Da wird sich zeigen, ob wir an Grenzen stoßen“, blickte Robert Sommer voraus.

Info: Ausführlichere Stimmen sind ab sofort bei LOKruf-TV unter www.lok-leipzig.com/de/multimedia/lok_tv/ zu finden (Falls die Videos im Firefox nicht direkt starten, einfach noch einmal die F5-Taste betätigen)
1. FC Lok: 1 Jan Evers (65. 20 Michael Bänsch) – 8 Jens Werner, 3 Markus Krug (46. 23 Markus Saalbach), 19 Anton Köllner, 6 Torsten Jülich (46. 25 Marcus Brodkorb) – 14 Albrecht Brumme (46. 2 Robert Sommer), 7 Alexander Kunert, 16 Manuel Starke, 15 Christian Haufe – 21 Rico Engler (46. 11 Kevin Adam), 22 Ralf Schreiber

Tore: 0:1 Haufe (2.), 0:2 Brumme (32.), 0:3 Engler (43.), 0:4 Saalbach (48.), 0:5 Starke (66.), 0:6, 0:7, 0:8 Sommer (69., 71., 78.), 0:9 Kunert (80.), 1:9 Gutknecht (88.)

Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma)

Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion: Ca. 150 Zuschauer

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