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Sotschi in weiter Ferne: Bobfahrer Thomas Blaschek muss pausieren

Ende November startete in Kanada die olympische Weltcup-Saison der Bobfahrer – allerdings ohne Thomas Blaschek. Der Leipziger hatte sich eigentlich große Hoffnungen auf einen Platz im Weltcup-Team gemacht. Doch der ehemalige Hürdenläufer, der 2010 seine zweite sportliche Karriere im Bob startete, musste wegen hartnäckiger Rückenbeschwerden große Teile des Sommertrainings ausfallen lassen.

„Ich musste deswegen in den letzten Monaten immer wieder von einem Arzt zum nächsten rennen. Deshalb konnte ich im Sommer nicht so trainieren, wie es nötig gewesen wäre,“ erklärt Thomas Blaschek Damit ist auch sein großer sportlicher Traum, der Start bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi im kommenden Jahr, in weite Ferne gerückt. „Aber natürlich werde ich die Jungs vom Team unterstützen, wo ich nur kann.“ Momentan ist er im Bobteam von Thomas Florschütz nur Ersatz. Dabei liefen die vergangenen Jahre richtig gut. Im Januar fuhr der 32-Jährige bei den Europameisterschaften im österreichischen Innsbruck-Igls gemeinsam mit seinem Team im Vierer-Bob zur Bronzemedaille. Ein Jahr zuvor landete das Quartett um Thomas Blaschek bei der Heim-WM im sächsischen Altenberg ebenfalls auf Rang drei.

Thomas Blaschek sieht im aktuellen sportlichen Wartestand auch etwas Gutes. Schließlich ist der Leipziger im April 2012 Vater geworden. „Wenn man im Weltcup unterwegs ist, ist man teilweise wochenlang nicht zu Hause. Das ist mit einem kleinen Kind natürlich nicht so schön“, erklärt der Leipziger: „Mit einem Kind verschieben sich natürlich auch die Relationen deutlich. Die Familie ist bei mir die Nummer 1, danach kommt erst der Sport. Deswegen bricht für mich auch keine Welt zusammen, wenn ich nicht zu den Olympischen Spielen nach Sotschi fahre.“ In den kommenden Wochen und Monaten hofft Thomas Blaschek, dass er die Rückenschmerzen in den Griff bekommt. Danach will er wieder angreifen. Doch auch das Karriereende will er nicht gänzlich ausschließen. „Ich werde auf jeden Fall jede Möglichkeit ausschöpfen, damit es weitergeht. Aber ich habe ein kleines Kind, dass ich auch in einigen Jahren noch möglichst schmerzfrei durch die Gegend tragen will. Deswegen haben die Gesundheit und die Familie oberste Priorität“, blickt er voraus.

Bildquelle: BSD

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