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Sportliche Tops und Flops im Jahr 2010

Auch das Sportjahr 2010 hielt aus Leipziger Sicht zahlreiche Höhepunkte, aber auch einige Enttäuschungen parat. Die Highlights waren dabei sicher die Deutschen Meistertitel für die Bundesliga-Handballerinnen des HC Leipzig und die Judofrauen des JC Leipzig. Die HCL-Handballerinnen setzten sich wie im Jahr 2009 im Finale gegen Bayer Leverkusen durch. Zudem sorgten sie auf internationalem Parkett in der Champions League für Furore, als sie zum zweiten Mal in Folge die Runde der besten acht erreichten. Die Leipziger Judofrauen holten den zweiten Titel der Vereinsgeschichte bei der Endrunde in Speyer völlig überraschend. Im Finale setzte sich das Team um Teamleiterin Gabi Hofmann gegen Kim-Chi Wiesbaden mit 5:2 durch. Das erfolgreichste Bundesliga-Jahr des JCL machten die Männer im November mit der Silbermedaille perfekt.

Aber auch Aufstiege konnten 2010 in Leipzig bejubelt werden. Auf dem Weg in die Bundesliga schafften die Handballer des SC DHfK Leipzig mit dem Sprung in die neue 3. Liga einen weiteren großen Schritt nach vorn. Hier steht nach einer starken Hinrunde und dem Pokal-Highlight gegen Bundesligist Füchse Berlin in dieser Saison der Durchmarsch in die Zweite Bundesliga auf der Agenda. Den Sprung in die 3. Liga verpasst haben dagegen die Handballer der SG LVB, die nun an der Spitze der Mitteldeutschen Oberliga mitmischen.

Die Tischtennis-Spielerinnen der Leutzscher Füchse stiegen von der Regionalliga in die Zweite Bundesliga auf, genau wie die Basketballer des USC Leipzig. Während die Leutzscher Füchse mit der frischgebackenen Deutschen Hochschulmeisterin Linda Renner eine sensationelle Zweitliga-Hinrunde auf Platz drei abschlossen, kämpfen die „Uni Riesen“ in der Zweiten Bundesliga Pro B um einen Platz in den Play offs.

Aufstiegsjubel war ebenfalls von den Fußballern von RB Leipzig zu vernehmen, die den erwarteten Sprung von der Oberliga in die Regionalliga schafften.

Doch der Leipziger Sport erlebte im Jahr 2010 auch Schatten. So mussten die Blue Lions Leipzig im Frühjahr nach der dritten Insolvenz endgültig zu Grabe getragen werden. Mit den Icefighters erlebte der Eishockeysport in Leipzig im Herbst eine Auferstehung. Zudem wurde bekannt, dass das traditionelle Weltcup-Turnier der Florettfechterin ab 2011 nicht mehr in Leipzig stattfindet. Zudem mussten sowohl die Ringer des KFC, die Radballer des KSC sowie die Kegler des SV Leipzig 1910 den Gang von der Bundesliga in die Zweite Bundesliga antreten.

Gold, Silber und Bronze

Auch die Leipziger Einzelsportler hatten im Sportjahr 2010 einiges zu feiern. So holte sich Ruderin Annekathrin Thiele bei den Europameisterschaften in Portugal im Doppelzweier gemeinsam mit der Potsdamerin Stephanie Schiller ihren ersten internationalen Titel. Ebenfalls ganz oben auf dem Treppchen stand „Sachsens Sportlerin des Jahres  2009“ Tina Dietze bei der EM in Spanien mit dem Kajak-Vierer EM-Gold. Zudem paddelte die Leipzigerin bei der WM in Polen zu Silber über 500 Meter. Kanuslalom-Ass Jan Benzien sicherte sich bei der Weltmeisterschaft in Slowenien die Silbermedaille mit dem Team. Auch Wasserspringer Stephan Feck holte bei der Europameisterschaft in Budapest im Synchronspringen vom 3-Meter-Brett mit Patrick Hausding ebenso Silber wie Radprofi Judith Arndt bei der Weltmeisterschaft in Australien im Einzelzeitfahren.

Zwei Aushängeschilder musste das LAZ Leipzig schweren Herzens ziehen lassen. Während Kugelstoßer Peter Sack nach zahlreichen Verletzungen im Herbst seine Karriere beendete, wechselte der ebenfalls von Verletzungen geplagte Hürdensprinter Thomas Blaschek zum Bobsport. Das LAZ-Hürdenteam konnte sich im Herbst mit Jens Werrmann und Anne-Kathrin Elbe über zwei starke Neuzugänge freuen. Einen prominenten Rückkehrer verzeichnete im Dezember der Fechtclub Leipzig. Weltklasse-Degenfechter Jörg Fiedler kehrte nach vielen Jahren in Tauberbischofsheim in die heimatliche Messestadt zurück.

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