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Stephanie Romanus: Fechttalent mit Heimatgefühl

Doch die deutsche Junioren-Meisterin mit dem Florett konzentriert sich voll auf ihren Sport. „Ich habe in den letzten Jahren versucht, die Schule und das Fechten unter einen Hut zu bringen, aber es hat einfach nicht geklappt. Ich hoffe, dass ich die Prüfungen bestehe, aber es wird sehr schwer. Vor allem in Mathe und Chemie habe ich große Probleme“, berichtet Stephanie Romanus.

Für den Fall, dass sie das Abitur nicht schafft, hat sie bereits jetzt vorgebaut. „Ich habe ab 2011 einen Ausbildungsplatz in der Sportfördergruppe der Polizei sicher. Bis dahin mache ich ein Praktikum im Fechtclub“, blickt sie lächelnd voraus. Sportliche Höhepunkte stehen für die derzeit beste Leipziger Fechterin in den kommenden Wochen und Monaten einige auf dem Programm. Am 20. und 21. Februar steht zunächst der Florett-Weltcup in Leipzig auf dem Plan. Bei ihrer dritten Teilnahme hofft Stephanie Romanus auf einen „Platz unter den besten 16″. „Da kommen viele Freunde und Familienmitglieder, da will ich natürlich besonders gut sein“, blickt Stephanie Romanus voraus. Im vergangenen Jahr belegte die Leipzigerin beim Traditions-Weltcup „vor der eigenen Haustür“ im Kampf gegen die versammelte Weltelite Platz 54, im Jahr zuvor sogar Platz 32. Anfang April, nur eine Woche vor den Abiturprüfungen steht in Baku (Aserbaidschan) mit der Junioren-Weltmeisterschaft der absolute Jahres-Höhepunkt für die 19-jährige Juniorin an. „Es ist für mich das letzte Jahr bei den Junioren, ich hoffe, dass ich den Sprung unter die besten 16 schaffe“, blickt die Linkshänderin, die im vergangenen Jahr mit ihrem siebten Platz bei der Junioren-EM in Dänemark bereits für Furore gesorgt hat.

Dagegen kommt die Europameisterschaft vom 16. bis 22. Juli in der Arena „leider zwei Jahre zu früh“. Aber natürlich wird sie live dabei sein, wenn sich die besten Fechterinnen und Fechter Europas im Kampf um EM-Medaillen gegenüberstehen. „Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Schade, dass ich noch so jung bin und nicht dabei sein kann“, erklärt Stephanie Romanus, die ab Sommer bei den Damen kämpft. Spätestens 2016 in Rio de Janeiro will die leidenschaftliche Fechterin auf der Olympische Bühne mitfechten. Anders als andere Leipziger Fecht-Aushängeschilder wie Katja Wächter und Jörg Fiedler, die beide in das deutsche Fecht-Mekka nach Tauberbischofsheim wechselten und hier den endgültigen Durchbruch in die Weltspitze schafften, will Stephanie Romanus in der Messestadt bleiben. „Ich will nicht nach Tauberbischofsheim. Ich will in Leipzig bleiben, hier habe ich meine Familie und meine Freunde. Das ist für mich unheimlich wichtig.“

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