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Tabellenführung ausbauen: DHfK Leipzig muss nach Nieder-Roden

Fast alle Vereine der 3. Liga Ost haben in den kommenden zwei Wochen spielfrei. Fast – denn die Handballer des SC DHfK müssen am Samstag zum Nachholspiel bei der HSG Nieder-Roden antreten. Am Wochenende kann der Spitzenreiter aus Leipzig einen weiteren Schritt in Richtung Staffelsieg machen. Denn nach dem Erfolg im Sachsenderby am vergangenen Spieltag (und der Niederlage des bis dato Ersten Münden) übernahmen die Grün-Weißen die Tabellespitze und können das Polster mit einem Sieg beim Tabellenelften auf drei Punkte ausbauen. Die Handballspielgemeinschaft hingegen steht mit dem Rücken zur Wand und braucht ihrerseits jeden Punkt im Abstiegskampf. Die Rodgauer haben bereits neun Punkte Abstand zum rettenden 9. Rang. Zum 10. Platz, der zur Relegation um den Ligaverbleib berechtigen würde, sind es indes nur zwei magere Zähler. „Dank dieser Regelung haben sie eine zweite Chance gekriegt, die sie nutzen wollen.“ ist sich DHfK-Trainer Uwe Jungandreas sicher.

Dass die Hessen, die der Abstiegszone seit Saisonbeginn nie entkommen konnten, trotzdem alles in die Waagschale werfen und einem unkonzentrierten Favoriten ein Bein stellen könnten, darauf verwies Jungandreas gebetsmühlenartig in den vergangenen Tagen. „Wir haben in dieser Saison schon häufig auswärts erlebt, dass Vorsicht absolut geboten ist. Nach Pluspunkten liegen wir nur einen Punkt vorn und sollten uns hüten, nachlässig zu werden.“ Auch deshalb hat er gemeinsam mit Co-Trainer Sven Strübin die Rodgauer erst vor zwei Wochen beobachtet und wird mit seiner Erfahrung die taktischen Vorgaben für das viertletzte Saisonspiel entwerfen. „Ihre Stärken liegen im schnellen Spiel nach vorn und hinten können sie sich auf einen starken Torhüter verlassen“ beschreibt der DHfKCoach die Spielweise des Gastgebers. Besondere Achtung gilt außerdem den HSG-Stützen Timo Kaiser und Stefan Seitel. Ersterer ragte schon im Hinspiel am 7. Spieltag (38:27) aus dem Team von Spielertrainer Alexander Hauptmann heraus und ist derzeit immerhin drittbester Schütze der Liga mit 165 Treffern. Seitel folgt mit 144 (6.) und beide haben entscheidenden Anteil daran, dass die Roten weiterhin vom Verbleib in der Spielklasse träumen. Die Leipziger hingegen haben mit René Boese an Position 17 (119 Ligatore) gerade einmal einen Schützen in den Top-20 des Schützen-Rankings. Steve Baumgärtel und Ulrich Streitenberger mit je 104 Treffern folgen an 24. Stelle, die weiteren Akteure folgen weiter hinten. Dies spricht eher für die ausgeglichene – und zudem unberechenbare – Mannschaft, die seit seiner Zusammenstellung im August 2010 als Einheit stetig gewachsen ist und sich den Traum vom Bundesligahandball in der Messestadt unbedingt erfüllen möchte.

Dass sie auf der Zielgeraden der Saison keine Verletzten verzeichnen müssen, ist ein wichtiger Aspekt des Erfolgs. Allein der Einsatz von Kapitän und Bereitschaftspolizist Thomas Oehlrich, der planmäßig Dienst schieben soll, entscheidet sich kurzfristig. So treten die DHfK-Handballer die weiteste Fahrtstrecke mit rund 400 km am Samstag bereits gegen Mittag an, um pünktlich um 19:00 Uhr in der Sporthalle Nieder-Roden (Wiesbadener Straße), südöstlich von Offenbach, aufzulaufen. Die Begegnung wird per Internetradio (www.leutzscher-welle.de) und Liveticker (www.lvz-online.de) übertragen.

Stadtwerke Leipzig verlängern Vertrag

Die Leipziger Stadtwerke bleiben dem SC DHfK Leipzig auch in der kommenden Saison als Premiumpartner erhalten. Den entsprechenden Vertrag unterzeichneten Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Prauße und DHfK-Chef Karsten Günther am Dienstagmittag. DHfK-Aufsichtsrat Stefan Kretzschmar freut sich über das Engagement und bedankt sich für das Vertrauen auf seine Weise. Er wird am Sonntag beim 35. Stadtwerke Leipzig Marathon auf der vier Kilometer langen Promi-Strecke starten.

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