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Thüringer HC schlägt HC Leipzig im Ost-Derby

Beim mitteldeutschen Derby trafen der HC Leipzig und der Thüringer HC am Sonntagnachmittag 16:00 Uhr in der Arena Leipzig aufeinander.

Die Thüringerinnen gastierten auf Tabellenplatz zwei hinter den bisher ungeschlagenen Tabellenführerinnen aus Bietigheim.

Die Mädels aus Bad Langensalza wollten sich im Ost-Derby nicht das Salz aus der Suppe nehmen lassen und gingen in erster Spielminute in Führung. Minevskaja nutze die folgende Chance eines Siebenmeters nicht, Pech durch Latte, doch Rode gelang in dritter Spielminute der Ausgleich. Die Rollen waren gleichwohl schnell verteilt. Das gegnerische Team von Trainer Müller spielte mit Ruhe und nötiger Konsequenz auf und verwies die verhaltenen Leipzigerinnen auf deren Verfolgerposition. Nach knapp 19 Spielminuten besiegelte der THC die Favoritenrolle durch eine Führung mit sechs Toren plus. Ein sortierter Spielaufbau, eine bärenstarke Abwehr, wenige Fehlpässe, präzises Abspiel und erfolgreiche Abwürfe sowie schnelle Tore der Gäste trugen dazu bei. Die Leipzigerinnen hingegen scheiterten sowohl unglücklich am Tor als auch im Spiel durch Fehlpässe, die vom Team des THC abgefangen werden konnten. Ein unverwandelter Freiwurf der Gegner läutete das Ende der ersten Halbzeit ein. Bei einem Stand von 10:17 verabschiedeten sich beide Mannschaften vom Parkett.

Trainer Rentsch schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. „Der THC ist schon im Bus. Wir können zurückkommen, wenn wir aktiver und fokussierter sind.”, so die Worte des Coachs.

Eine spannende und hart umkämpfte zweite Halbzeit stand im Zeichen der Leipzigerinnen. Für den ersten Treffer ins Tor sorgte Minevskaja durch Verwandeln eines Siebenmeters. Die Führung der Thüringerinnen schmolz von Minute zu Minute sukzessive. Leipzig spielte stärker und aggressiver auf, brachte die gegnerische Abwehr ins Wanken und traf sicher ins Netz. Zügig ausgeführte Tempogegenstöße und sehenswerte Treffer aus dem Rückraum ließen die Mädels vom HC Leipzig zurück ins Spiel kommen.

Urbicht und Hubinger waren Schlüsselfiguren in der zweiten Spielhälfte. Doch der Schlüsselmoment in der 48. Spielminute konnte nicht genutzt werden, um an den Thüringerinnen vorbeiziehen zu können. Die Messestädterinnen kämpften sich bis auf zwei Punkte an die Gastmannschaft heran (22:24). Das Unmögliche schien möglich.

2.692 Zuschauer in der Halle peitschen die Leipziger Mannschaft nach vorn. Das schnelle Spiel wurde bis zuletzt offen gelassen. Aber Deutsche Meister aus Thüringen raffte sich auf und belohnte sich mit einem Auswärtssieg (27:31) in Leipzig.

Der THC verteidigte Platz zwei in der Tabelle. Die Leipzigerinnen rutschten auf Tabellenplatz fünf.

Minevskaja war mit sieben Toren beste Torschützin der Leipzigerin. Beim THC traf Houette acht Mal den Kasten.

Müller, Trainer des THC: „Leipzig hat nach der Pause gefightet und bei uns sind die Beine schwer geworden. Ich bin froh, dass die Mannschaft die Nerven behalten und das Spiel gewonnen hat. Kompliment an die junge Leipziger Mannschaft. Wie sie hier in dieser schwierigen Situation spielen und kämpfen, davor ziehe ich den Hut.“

Trainer Rentsch, HC Leipzig: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht mutig genug agiert. In der zweiten Halbzeit hatten wir ein gutes Zusammenspiel, haben die Durchbrüche geschafft, aus dem Fernwurfbereich getroffen und haben die Abwehr vom THC in Bewegung gesetzt. Kompliment an die Spielerinnen, wie sie mit einem sieben Minus, gegen so eine tolle Mannschaft, wie dem THC, wieder zurückkommen kann.“

 

Siebenmeter: HCL: 7/5        THC: 4/4

Zeitstrafen:    HCL: 8 min.   THC : 4 min.

 

 

SR

 

 

 

 

 

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