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Uni-Riesen: Trotz Platzwunde zum vierten Auswärtssieg

Nach einem Zusammenprall mit Teamkollege Richard Fröhlich musste Uni-Riese Monyea Pratt am Samstagabend lange behandelt werden. Fünf Minuten vor Schluss des Auswärtsspiels in Hanau kam er dann wieder aufs Parkett und gab die Initialzündung für den entscheidenden 13:0-Zwischenspurt zum 64:79-Erfolg. Bevor das Spiel begann, gedachten die 700 Zuschauer in der Main-Kinzig-Halle der verstorbenen Angehörigen des Göttinger Basketballspielers Marco Grimaldi. Anteilnahme zeigten auch die 15 mitgereisten Leipziger Schlachtenbummler. Knapp zwei Minuten brauchten Uni-Riesen und White Wings, um ins Spiel zu kommen. Durch einen Nahdistanzwurf von Richard Fröhlich (6) und einen Dreier André Spalkes (3) gingen die Sachsen dann erstmals mit 0:5 in Führung. Bereits im ersten Viertel kassierte Lamar Morinia (6) sein 2. Foul und musste auf der Bank Platz nehmen. Die Last im Angriff schulterte vor allem sein Landsmann Monyea Pratt, der bereits in den ersten zehn Minuten acht seiner insgesamt 23 Punkte im Korb unterbrachte.

Eine zweistellige Führung hatten sich die Leipziger Basketballer erarbeitet (13:23). Nach dem Dreier von Kai-Uwe Kranz (15) waren anschließend aber wieder die Hessen am Drücker, kamen durch den treffsicheren Center Chris Miles (17) Punkt um Punkt heran und glichen durch Anish Sharda (12) zum 30:30 aus. In die Pause gingen die Schützlinge von Coach Dimitris Polychroniadis mit einer knappen Führung (32:33). „Wir hatten das Ziel, nicht mehr als 70 Punkte zuzulassen“, erklärte Polychroniadis die Defensiv-Strategie seiner Mannschaft. Konsequent wurden die Hanauer Leistungsträger Ilja Ickert und Anish Sharda aus dem Spiel genommen. Auch das wichtige Rebound-Duell konnten die Uni-Riesen für sich entscheiden (23:30). Das dritte Viertel begann erfolgsversprechend – zwei gelungene Aktionen von Walter Simon (6) und die Leipziger waren auf 33:41 enteilt. Doch schließlich 12 Ballverluste und 21 Fouls machten das Spiel zu einer Zitterpartie. „Ich hätte mir die Entscheidung früher gewünscht“, sagte Leipzigs Trainer, zollte seinen Spielern aber Tribut: „Als es hart wurde, haben die Jungs Verantwortung übernommen.“ Nach der Verletzung von Monyea Pratt im dritten Viertel, sprangen andere Uni-Riesen in die Bresche. Ralph Schirmer unterstrich seine gute Form mit einem Double Double (12 Punkte, 10 Rebounds). Kai-Uwe Kranz steuerte 15 Zähler bei und warf perfekt von der Freiwurflinie (5/5). Der Wendepunkt dann im Schlussviertel: Fünf Minuten vor Ende betrat Pratt wieder das Feld – 56:56 stand es da. Binnen weniger Minuten ließ es der Forward zwei Mal aus der Ferne klingeln. Mit einem furiosen 13:0-Lauf entschieden die Uni-Riesen das Spiel zu ihren Gunsten. „Was uns im Moment fehlt, ist nicht die Qualität, sondern die Konstanz“, gab sich Hanaus US-Profi Chris Miles selbstkritisch. Leipzigs Dimitris Polychroniadis hatte für sein Team dagegen viel Lob übrig: „Wir haben unser Ziel erreicht.“

Sieben Saisonsiege haben die Leipziger Korbjäger nun auf ihrem Konto und liefern sich weiterhin ein Fernduell mit den BSW Sixers um die Tabellenspitze der ProB Süd. Die punktgleichen Sandersdorfer gewannen ihre Partie gegen Rhöndorf mit 79:56. Im Zweikampf der anderen Spitzenteams behielt Gotha gegen Nördlingen nach Verlängerung die Nase vorn (99:109). Beide Teams bleiben den Messestädtern eng auf den Fersen. Am kommenden Freitag, den 11. November kommt es zum Spitzenduell der Uni-Riesen mit den Giants Nördlingen. Dann müssen die Sachsen beweisen, dass sie auch gegen die Topteams der Liga gewinnen können. Einlass in die Arena Leipzig ist ab 19.30 Uhr. Karten sind bereits am Arena-Ticketschalter und im Internet auf www.arena-ticket.com erhältlich.

White Wings Hanau : Uni-Riesen Leipzig (64:79) (13:18/19:15/19:17/13:29)

Uni-Riesen Leipzig: Richard Fröhlich (6), Monyea Pratt (23), Kai-Uwe Kranz (15), Kevin Schweiger (6), Philipp Holm, Walter Simon (6), Norbert Beier (2), Lamar Morinia (6), Martin Scholz, André Spalke (3), Ralph Schirmer (12), Jonathan Ghebreigziabiher.

White Wings Hanau: Chris Miles (17), Ilja Ickert (2), Norman Lang (9), David Michalczyk (8), Sebastian Köhnert (4), Logan Magnusson, Marian Schick (10), Cedric Quarshie, Jens Hirschberg (2), Anish Sharda (12).

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