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Uni-Riesen überwinden Rister Bollwerk und holen Auswärtssieg!

Draußen nordisch eisige Kälte, drinnen brannte die Luft. Leipzigs Basketballer trotzten am Samstag großen Temperaturschwankungen und behielten beim 82 zu 69-Erfolg in der Festung am Rister Steinberg kühlen Kopf. Dank geschlossener Teamleistung und ausbalanciertem Scoring gelangten Mo Pratt und Co aus dem Tabellenkeller.
Mit der etablierten Starting Five, in der auch der angeschlagene Ralph Schirmer stand, gingen die Leipziger in die Partie. Wedel begann mit der erwarteten Zonenpresse und setzte Leipzigs Playmaker Lamar Morinia konstant unter Druck. Zudem hatten die Gastgeber mit Leger einen konsequenten Vollstrecker in Korbnähe, so dass sie das erste Viertel dominierten, ohne sich jedoch einen großen Vorsprung zu erkämpfen. Vor allem der Reboundstärke von Pratt sowie dessen Vorbereiter- und Vollstreckerqualitäten war es zu verdanken, dass Leipzig auf Schlagdistanz blieb. Unterstützung erhielt Pratt von Marco Woamey, Andre Spalke und Norbert Beier, die ihre frühen Einsatzzeiten nutzten, um auf 21-18 zu verkürzen.
Im zweiten Abschnitt blieb es bis zum 26-26 (15.min) weiter eng. Beide Seiten hatten ihr Visier noch nicht scharf gestellt. Während es aus der Ferne an diesem Abend nichts zu bestellen gab, sorgten die Uni-Riesen mit Ballgewinnen und schnellen Angriffen für Wurfchancen in Korbnähe, die Kevin Schweiger zu sechs wichtigen Punkten und Mo Pratt mit Flugeinlagen nutzten. Das nun zelebrierte schnelle Spiel und eine bisher ungewohnte Reboundüberlegenheit sollten der Partie die Wende bringen. Beim Stand von 33-40 ging es in die Halbzeitpause. Gewonnen war die Partie aber noch lange nicht.
Das erwartete Aufbäumen der Gastgeber blieb jedoch vorerst aus. Zwei erfolgreiche Freiwürfe von Kai-Uwe Kranz brachten das zwischenzeitliche 35-50. Die Uni-Riesen behielten bis zum 47-59 die Kontrolle in einer immer intensiver geführten Begegnung, doch vergebene Chancen und die schwache Freiwurfquote sollten die Vorboten eines kampfbetonten Schlussviertels werden.
In der 34. Minute verkürzte Wedels Moysich mit einem der an diesem Abend raren Dreier auf 57-63. Die Halle am Steinberg stand nun Kopf und die Bühne war bereitet, der Leipziger Dominanz ein Ende zu bereiten. Doch die Uni-Riesen Fünf behielt die Regie in diesem munteren Auf und Ab. Pratt, Beier, Schirmer und Kranz hatten ihre Treffsicherheit wieder gefunden und wussten jeden Korb des Gegners zu kontern (62-71, 35.min). Selbst die Freiwürfe sollten nun gelingen, sodass Scholz mit 1/2 Treffern (69-82, 40.min) den Auswärtscoup endgültig besiegeln konnte.
Die Uni-Riesen finden sich mit diesem Erfolg nun im Mittelfeld der Pro B. Natürlich ist dies nur eine Momentaufnahme, doch weitere Siege können mit einem derartigen Kampfeswillen und solch mannschaftlicher Geschlossenheit errungen werden. Schon am kommenden Samstag besteht die Möglichkeit, die Gesamtbilanz auf 3-3 Siege auszugleichen. Gegner ist dann die Reserve von ALBA Berlin, die etwas überraschend den Mitfavoriten Rasta Vechta deutlich 90-79 bezwang und nun ebenfalls mit 2-3 Siegen im Mittelfeld rangiert.
Uni-Riesen: Spalke 9, Pratt 14, Kranz 12, Heinrich, Beier 7, Hohlfeld, Morinia 15/1, Scholz 3, Woamey 6/1, Schweiger 6, Schirmer 10, Neuschl.
SC Rist Wedel: Moysich 8/2, Wichers, Delic 12/1, Kiese 11, Gausa, K. 7, Maraite, Leger 16/1, Duah 3, Parohl 4, Pompey 8, Gausa, E..

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