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Uni‐Riesen unterliegen in München nur knapp mit 73‐76

Uni‐Riesen unterliegen in München nur knapp mit 73‐76

Es war mehr zu holen für die Uni‐Riesen in München. Doch wenige Unkonzentriertheiten und enormes Wurfpech verhinderten gegen sehr physisch agierende Bayern einen Auswärtserfolg.

Ohne den beruflich verhinderten Aufbauspieler Ingo Berger, dafür mit Magnus Heinrich, der erstmalig am Freitag nach überstandener Grippe trainierte, gingen die Uni‐Riesen in die Partie gegen den Zweitliga‐Absteiger. Kevin Schweiger rutschte für Berger in die Anfangsformation, die einen Blitzstart hinlegte, mit guter Verteidigung und sicheren Systemläufen überzeugte und auch für die Galerie einige spektakuläre Abschlüsse zu bieten atte. Den glänzenden Start (3‐14 / 5.min) trübten in der Folge einige vermeidbare Ballverluste. Hinzu kamen viele kleinliche Pfiffe, die dafür sorgten, dass München zumeist über die Freiwurflinie wieder den Anschluss fand und das Viertel letztlich 19‐17 gewann. Der Leipziger Flügelspieler Lance Harper markierte bis dato erstaunliche 13 Zähler.

Das zweite Viertel gestaltete sich durchaus ausgeglichen. Sorgenfalten verursachte entgegen den Erwartungen weniger der Münchener Calvin Wooten, dem Pratt kaum Freiräume ließ, als die steigende Foulbelastung bei Scholz und Schweiger. Beide waren dadurch ab etwa Mitte des Viertels in ihren Defensivbemühungen eingeschränkt. Schweiger blieb es jedoch vorbehalten, den ersten Dreier des Spiels für die Gäste zum 35‐38 Halbzeitstand zu versenken. Vorausgegangen waren deren elf Versuche, die nicht den Weg in die Reuse finden wollten ‐  eine Tatsache, die später noch schmerzlich sein sollte!

Die Münchener erwischten im dritten Viertel den besseren Start. Sie erspielten sich nach und nach eine komfortable 56‐44‐Führung, wobei nun auch Wooten zehn Zähler beizusteuern wusste. Auf Seiten der Gäste legte Pratt passender Weise ebenfalls einen Gang zu. Gepaart mit wieder erstarkter Defense und einem technischen Foul gegen Münchens Coach, ergab sich so erneut ein Schlagabtausch auf Tuchfühlung, zu dem Scholz per Freiwürfe und Heinrich per Feldkorb wichtige Punkte beisteuerten. Der 58‐54‐ Zwischenstand (30.min) versprach Spannung und hohe Intensität.

Einige wenige Abstimmungsprobleme in der Verteidigung reichten aus, um Münchens Wooten drei schnelle Dreier zu ermöglichen (34.min, 69‐58). Mit Kampfgeist und einer sehr effektiven Zonenpresse kämpften sich die Uni‐Riesen durch Schweiger und Heinrich abermals zurück (35.min, 69‐63), ehe Schweiger und Harper die Partie foulbedingt vorzeitig beenden mussten. Dennoch schafften es die Leipziger weiter zu verkürzen. In dieser Phase zeigte Pratt erneut seine Leaderqualitäten und führte das Team bis auf einen Punkt heran (74‐73, 39.min). Den Umständen zum Trotz ergaben sich durch exzellente Verteidigung zwei weitere Chancen sogar die Führung zu übernehmen, doch Pech im Abschluss sowie Münchens Stärke an der Linie (73‐76, 40.min) verhinderten den möglichen Sieg.

Coach Polychroniadis resümierte nach dem Spiel: „Einstellung, Kampfgeist und der Wille stimmten! Wir haben trotz enormer Größennachteile das Reboundduell gewonnen (40‐35), haben mehr Assists und Steals, dafür weniger Ballverluste. Wenn wir die wenigen leichten Ballverluste weiter reduzieren und etwas mehr Wurfglück aus der Distanz haben, gewinnen wir auch solche schweren Auswärtsspiele.“

Uni‐Riesen: Pratt 26/2 (12 Reb), Harper 22, Helm 3, Hohlfeld, Scholz 8, Schweiger 6/2, Heinrich 6, Neuschl 2, Kaiser.

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