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USC: Uniriesen -Playoffs gewonnen, Zahn verloren

Trotz einer Schrecksekunde haben die Uni-Riesen am Samstagabend ihr letztes Heimspiel vor den Playoffs mit 87:76 (40:39) gegen den SSV Lok Bernau gewonnen. Im dritten Viertel musste Leipzigs Norbert Beier nach einem Ellenbogentreffer mit einer klaffenden Platzwunde über dem Auge vom Parkett. Seine Mitspieler drehten danach den Rückstand zu ihren Gunsten.

Vor mehr als 400 Fans in der Arena begannen die Uni-Riesen fahrig, lagen schnell mit 4:13 im Hintertreffen und ließen Bernaus US-Duo Calvin Brock (29) und Dreshawn Vance (19) viele Freiheiten, wie auch Leipzigs Trainer Dimitris Polychroniadis bemängelte: „Wir haben in den ersten fünf Minuten in der Verteidigung nicht gut ausgesehen.“ Nach einer Auszeit kamen die Hausherren aber immer besser ins Spiel und kämpften sich dank Lamar Morinia und dem stark aufspielenden Ralph Schirmer wieder heran.

„Wir sind schlecht ins Spiel gestartet, haben dann aber zunehmend intensiver verteidigt“, fand Schirmer, der mit 22 Punkten und 13 Rebounds sein bisher bestes Spiel im Trikot der Uni-Riesen zeigte. Bis zur Halbzeit waren die sieben Plätze, die den Tabellenletzten aus Bernau von Leipzig trennten, jedoch kaum spürbar. Nachdem Norbert Beier und Martin Scholz mit drei Fouls auf der Bank Platz nehmen mussten, wechselte Polychroniadis zu einer kleineren Aufstellung. Durch zwei Dreier von Kai-Uwe Kranz und einen Abstauber des wieder genesenen Hagen Hohlfeld gingen die Sachsen mit einer knappen 40:39-Führung in die Pause.

Schock im dritten Viertel: Beim Stand von 54:53 lag Norbert Beier bewusstlos auf dem Hallenboden. Der Ellenbogen eines Gegenspielers hatte ihn an der Schläfe getroffen und mit dem Hinterkopf auf das Parkett aufschlagen lassen. Nach einigen Minuten wurde der 26-Jährige ins Krankenhaus gebracht, wo er über dem linken Auge genäht wurde.

Jetzt erst recht, dachten sich seine Kollegen und starteten im letzten Abschnitt unter dem Jubel der Zuschauer einen Zwischenspurt. Monyea Pratt verteilte nun einen Pass nach dem anderen, die Schirmer und Kranz erfolgreich verwerteten (64:59). Pratt war zwar nicht der gefährlichste Punktesammler seines Teams, bewies mit acht Rebounds, neun Vorlagen, vier Ballgewinnen und drei Blocks aber einmal mehr seine Vielseitigkeit.

Nach dem Heimerfolg (87:76) feierten und tanzten die Uni-Riesen ausgelassen auf dem Parkett. Mittlerweile hatte auch Norbert Beier wieder die Arena erreicht und wurde unter lautem Jubel empfangen. Einziger Wermutstropfen für den gebürtigen Chemnitzer: Ein Backenzahn musste dran glauben. Aufgrund des Wackelzahns konnte der Blondschopf nichts von der Basketballtorte probieren, die seine Frau Daniela extra für die Playoffteilnahme gebacken hatte.

Bis zu den Playoffs will Dimitris Polychroniadis noch nicht denken. Am kommenden Samstag treffen seine Uni-Riesen im letzten Spiel vor der Aufstiegsrunde auswärts auf Wulfen und kämpfen um den fünften Tabellenplatz. „Wir fahren nach Wulfen, um dort zu gewinnen und eine überragende Rückrunde abzuschließen.“

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