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Vorfreude auf den FIS Rollski-Weltcup am Markkleeberger See

(16. Juli): Ab morgen kämpft am Markkleeberger See die Rollski-Weltelite um Weltcup-Punkte. 105 Läuferinnen und Läufer aus elf Ländern gehen beim zweiten Saison-Weltcup an den Start. Unter den Startern ist auch Langläufer Benjamin Seifert von der TSG Bau Hammerbrücke. Der Militär-Weltmeister von 2007 verwies im März bei den Deut¬schen Meisterschaften in Hinterzarten immerhin den Weltcup-Gesamtsieger von 2006 und 2007, Tobias Angerer, auf den zweiten Rang.

„Für mich ist der Rollski-Weltcup eine schöne Abwechslung zum täglichen Training. Ich bin selbst gespannt, ob ich mit den internationalen Spezialisten mithalten kann“, blickte der 27-Jährige vom Stützpunkt Oberwiesenthal, der beim Prolog am Freitag (Start: 19 Uhr) und beim Sprintwettbewerb am Samstag am Start ist, bei der heutigen Pressekonferenz im Kanupark Markkleeberg voraus. Auch der Olympiazweite im Sprint von 2002 in Salt Lake City und heutige Vizepräsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), Peter Schlickenrieder, freut sich auf den einzigen Rollski-Weltcup in dieser Saison in Deutschland. „Hier ist alles ausgezeichnet vorbereitet. Ich bin wirklich positiv überrascht, der Markkleeberger See bietet erstklassige Voraussetzungen für dieses Event, auch für die kommenden Jahre“, zeigte sich der 39-Jährige einen Tag vor dem Weltcup-Start begeistert.

Der ehemalige Weltklasse-Skilangläufer bot vor der Pressekonferenz auf der Weltcup-Strecke eine Trainingseinheit der besonderen Art. Etwa 20 Teilnehmer nutzten bei der „Nordischen Stunde“ die Chance, sich in die Geheimnisse des Rollski-Fahrens einweisen zu lassen. Neben einer fachgerechten Erwärmung absolvierte Peter Schlickenrieder mit den Hobbysportlern eine unterhaltsame Technik¬einheit am Berg und einige Kilometer auf dem Uferrundweg rund um den Markkleeberger See.

Das größte Läufer-Kontingent beim Weltcup stellt Deutschland. Teamleiter Detlef Schmidt schickt insgesamt 34 Sportlerinnen und Sportler auf die bestens präparierte Strecke. „Wir sind sehr gut vorbereitet und froh, dass es jetzt endlich los geht“, erklärte der Vorsitzende des Organisationskomitees, Dr. Georg Großmann. Die deutschen Läufer hoffen auf ähnlich gute Ergebnisse wie bei Weltcup-Auftakt vor zwei Wochen in Kroatien. Dort hatte die 16-jährige Cynthia Wiegand mit ihrem Sieg im Massenstartrennen und Rang zwei im Berglauf für zwei große Überraschungen gesorgt. „Auf den Juniorinnen und Junioren ruhen auch in Markkleeberg unsere Hoffnungen. Das, was sie in Kroatien gezeigt haben, können sie hier durchaus wieder erreichen“, erklärt Detlef Schmidt. Neben Cynthia Wiegand hatten in Kroatien auch die Junioren Tina Willert (3. im Sprint) und Florian Häve¬meyer (2. im Sprint) für deutsche Podestplätze gesorgt.

Neben den sportlichen Wettkämpfen wird den Gästen auch ein umfangreiches Rahmen-programm im Kanupark geboten. Das Highlight ist dabei das Nachtrafting am Samstag ab 22 Uhr. Außerdem können sich die Zuschauer bei Wasserski- und Bananenboot-Fahrten sowie individuellen Bootspartien sportlich betätigen. Darüber hinaus können die Besucher Angebote wie Cross-Skating, Rollski, Nordic Walking oder Nordic Blading ausprobieren. Ein Modellbootrennen auf dem Markkleeberger See sorgt ebenfalls für gute Unterhaltung.

Der Weltcup-Auftakt erfolgt am morgigen Freitag um 19 Uhr mit dem Prolog des Verfolgungswettbewerbes.

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