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Wenn Schweiß gesund und munter macht

Schau mir in die Augen, Kleines… Wow, sie sind rot, die Nase auch. Die Wangen glühen, das Fieberthermometer hängt kraftlos im Mundwinkel, ein dicker Schal soll den Hals wärmen, in dem es kratzt und krabbelt. Nasskaltes Bibber-Schmuddelwetter ist angesagt mit Regen, Matsch, Nebel, Kälte und: Schnupfen.

Erkältung? Muss nicht sein – versprechen die Apotheken-Experten & Co. und winken mit allerlei Pillen und Mittelchen contra Husten, Schnupfen, Heiserkeit.

Das muss wirklich nicht sein – sagen die, die’s wissen müssen. Nämlich die Saunafans, die sich mehrmals in der Woche den streng-gesunden Regeln des Schwitzens und Abhärtens unterziehen. Sei’s in der eigenen Heimsauna (wer hat, der hat…), im Bade- und Saunaparadies gleich nebenan (wer hat, der kann…) oder im persönlich bevorzugten, kleinen aber feinen Fitnessstudio um’s Eck (wer kann, der hat’s…).

 Saunieren macht nicht nur Spaß, es ist vor allem tatsächlich auch gesund. Für Körper und Seele, denn nicht nur der Organismus wird hier auf Trab gebracht. Manchmal wirken auch die zufällig anwesenden optischen Reize wie Balsam für Körper, Haut und Augen…

Was verrät Wikipedia zum Thema Sauna: „Eine Sauna (finn.: Schwitzstube, finnisches Bad) ist ein beheizter Raum mit sehr hoher Temperatur oder eine Gruppe solcher Räume … worin ein Schwitzbad genommen wird. Eine Saunaanstalt ist häufig an eine öffentliche Schwimmhalle oder ein Fitnessstudio angeschlossen und kann mit anderen Vorrichtungen wie Dampfbädern oder einer Biosauna kombiniert sein.“

Es geht also ums gesunde, richtige Schwitzen – das A und O dieser vorbeugend wirkenden „Sportart“, denn als solche kann man sie tatsächlich fast bezeichnen. Der Schweiß rinnt, die Kalorien purzeln durch einfaches „Herumsitzen“ auf hölzernen Sitzbänken. Die befinden sich zwei bis drei stufig in einer Höhe von 0,5 bis 1,5 Metern, in einer mehr oder weniger großen Holz„hütte“, bei mehr oder weniger hohen Temperaturen aus dem elektrisch betriebenen Saunaofen. Die Wärme klettert auf bis zu 100 °C. In trockenen, leichter verträglicheren Saunen sogar bis zu 130 °C. Wichtig ist hierbei die richtige Luftzirkulation. Der zusätzlich mit Steinen belegte Ofen wird aufgeheizt und sorgt für eine konstante Raumtemperatur. Kommt dann noch im richtigen Moment der richtige Saunameister mit dem richtigen Sauna- Aufguss  (Wasser kommt gemischt mit ätherischen Ölen von würzig-scharf bis mild-aromatisch auf die inzwischen kochend heißen Steine und der entstehende Wasserdampf wird gekonnt mittels eines Handtuchs in der Raumluft verteilt), kommt das Blut in Wallung und der Schweiß rinnt aus allen Poren…

Am Ende eines Saunadurchganges – empfehlenswert sind eine etwa 8 bis 15  Minuten dauernde Schwitz-, eine etwa 15-minütige Abkühlungs- und eine etwa 15-minütige Ruhephase – steht der unbändige Wunsch nach Abkühlung und das geschieht für den Tapferen unter der kalten Dusche, für den Mutigen mit einem vorsichtigen Tauchgang ins eiskalte Wasserbecken. Möglich ist auch ein beherzt-erfrischender Sprung in den Schnee oder einfach der Spaziergang in kalter Winterluft im saunaeigenen Gartengelände möglich – im Adamskostüm, versteht sich.

Hat man anschließend noch die Möglichkeit, ein wenig im (Whirl-)Pool zu entspannen und es sich auf einer Relax-Liege bequem zu machen, ist das Saunaerlebnis perfekt. Zwei- bis drei Saunagänge, ein- bis zwei Mal pro Woche und Grippe & Co. können einen mal…
(text: mf)

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